Die Kriegszeit

Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht teilt Max M. Warburg bei einem Gespräch in Berlin im September 1937 mit, die Bank nicht länger im Reichsanleihen-Konsortium halten zu können. Max M. Warburg erwidert, die Firma dann liquidieren zu müssen. Er entschließt sich, die Bank mit Hilfe von Freunden in eine KG umzuwandeln.

In seinen Erinnerungen schreibt Max M. Warburg: „Ende August 1938 reisten meine Frau und ich mit unserer Tochter Gisela nach den Vereinigten Staaten. Es war eine Besuchsreise, wir gedachten, im Spätherbst wieder in Hamburg zu sein. Mein Aufgabenkreis in der jüdischen Wohlfahrtsfürsorge, der sich von Jahr zu Jahr vergrößert hatte, hielt mich in Hamburg fest, ich war noch keineswegs entschlossen, auszuwandern.“ – Am 26. Dezember 1946 stirbt Max M. Warburg im Alter von 79 Jahren in New York.

1938 Im Mai übernehmen der befreundete Generalbevollmächtigte Dr. Rudolf Brinckmann und der Geschäftsfreund Paul Wirtz die Bank.

1939 Die stille Beteiligung, die die Familie Warburg weiterhin an der Bank hielt, wird bei Kriegsausbruch beschlagnahmt. 

1941 Die Bank wird veranlasst, ihren Namen in Brinckmann, Wirtz & Co. zu ändern.

1945 Eric M. Warburg, Offizier in der US-Armee, besucht Hamburg und findet inmitten der Ruinen die Bank immer noch „am Leben“.

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